„Human Scale Europe“ – ein Projekt für Würde und Überschaubarkeit
Das Pilotprojekt zur Stärkung menschenzentrierter Entwicklung in Europa: Ausgangspunkt In seinem Inneren steht Europa vor der Herausforderung, technologische Innovation, wirtschaftliche Dynamik und gesellschaftlichen Zusammenhalt in ein neues Gleichgewicht zu bringen. Der weithin vergessene Begriff des „menschlichen Maßes“ bietet hierfür einen überzeugenden, kulturübergreifenden Orientierungsrahmen. Die freien Domains human-scale.com und menschliches-mass.com können dafür eine prägnante und international verständliche Plattformbasis sein. Ziel des Flagship-Projekts “Human Scale Europe” soll als erstes sichtbares Kernprojekt („Flagship“) eine Plattform schaffen, die: – das Konzept des menschlichen Maßes in aktuellen europäischen Debatten verankert – konkrete Anwendungsfelder (Stadtentwicklung, Technologie, Governance) sichtbar macht – eine Brücke zwischen intellektueller Tradition und
Friedenssicherung durch Dynamische Offenheit der EU-Außenpolitik
Dynamische Offenheit in der EU-Außenpolitik: Menschenwürde und Friedenssicherung durch quantenmechanische Prinzipien von Michael Breisky Die folgenden Überlegungen sollen den Anstoß zu einer geistigen Trendwende der EU geben; denn vor dem vierten Jahre Krieg in der Ukraine und Donald Trump im zweiten Jahr wieder im Weißen Haus, droht das Schiff “Europa“ in einer Depressions-Spirale zu versinken – einige seiner Regierungschefs sind ja schon dabei, nationalistische Rettungsboote flott zu machen. Entscheidend ist wohl, wieder von Depression in eine initiative Stimmung zu kommen, und zwar mit der hier skizzierten Politik der “dynamischen Offenheit”. Das ist Europas Einladung, im Vorfeld der klassischen Außenpolitik
Europas Nachbarschaft mit Russland neu denken
Schwierige Nachbarschafts-Bilanz Ein Rückblick auf Europa seit dem Wendejahr 1989 zeigt: Voller Erfolg im „Zwischenraum“ Ost-Mitteleuropas und gemischte Bilanz für Russland. Zu diesem großen Nachbarn sei ohne weitere Ursachen-Forschung konstatiert: Während Zusammenarbeit in der Sicherheitspolitik anfangs überaus erfolgreich war, hat sie sich seit der Münchner Sicherheitskonferenz 2007 laufend verschlechtert und ist seit der Krim-Besetzung in offene Konfrontation geraten; Der Wechsel von Plan- zu Marktwirtschaft kam zu plötzlich, um das Wettbewerbs-Prinzip in der Bevölkerung zu verankern, und so haben vor allem Oligarchen profitiert; Das Europa so wichtige Prinzip von Menschenrechten und Demokratie konnte nur Teile der russischen Eliten überzeugen, nicht aber
Ein Kompass in Zeiten der Verwirrung
Kommentar von Michael Breisky, veröffentlicht im Internet-Magazin LIBRATUS am 2. Mai 2025: Der „Untergang des Abendlands“ wird laut Oswald Spengler Folge von maßlosem Skeptizismus sein, und nach den Evangelien wird vor den letzten Tagen große Verwirrung herrschen – das gibt heute zwar wenig Anlass zu Optimismus, trotzdem sei hier frei nach Martin Luther ein gedankliches Apfelbäumchen gepflanzt. x Die wesentliche Ursache für die Düsternis unserer Tage beschreibt schon 2017 der britische Soziologe Colin Crouch: Es ist der aus allen Bereichen des politischen Spektrums kommende Widerstand gegen die „kompromisslose Aufklärung“ der Globalisierung, vor allem durch den Nationalismus. Wie schwierig
Österreichs Kompromiss-Pyramide verbaut die Zukunft
„Die Presse“, Wien 28.September 2024, Gastbeitrag: Die Schwächen der Kompromiss-Pyramide Das politische System in Österreich hat ein Problem: Wer es mit Kompromissen übertreibt, zementiert die Gegenwart auf Kosten der Zukunft. von Michael Breisky „Wir wer’n kaan Richter brauch’n“ ist ein trefflicher österreichische Befund, von Freund und Freunderl gern gebraucht. Dass es hier nicht nur um Pragmatik als höchste Staatsraison geht, fand schon der 2022 verstorbene ÖVP-Politiker Erhard Busek: „Der Österreicher sieht schon den Kompromiss, bevor er das Problem erkannt hat.“ Das Positive an diesen Befunden ist der im Dachauer KZ entstandene „Geist der Lagerstraße“, der österreichische Bürgerkriegsgegner zu Konsenssuchern werden ließ
Europa und die Neubelebung der Zivilreligion
„Die Presse“ in Wien veröffentlichte am 11. August 2024 meinen Gastbeitrag unter dem Titel „Zur Neubelebung der Zivilreligion“. Da der Beitrag von der Redaktion gekürzt wurde, folgt er hier in seinem vollen Wortlaut: Zur Neubelebung der Zivilreligion Von Michael Breisky Was Christian Ortner in der “Presse” vom 2. August 2024 als atheistisches Kulturchristentum beschreibt, kann man in einem Diskurs nachlesen, der schon 2004 geführt wurde: nämlich zwischen Marcello Pera, dem zum liberalen Flügel der Berlusconi-Partei gehörenden italienischen Philosophen, bekennenden Atheisten und Präsidenten des italienischen Senats, und dem damaligen Kardinal Joseph Ratzinger, langjähriger Präfekt der römischen Glaubenskongregation – und ein Jahr später


